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Garmin Colorado 300 Test | Bedienung

Veröffentlicht am: Friday, November 7th 2008                   Geschrieben von: Wim de Lange - Fotografie von: Mark Peters

Garmin Colorado 300 GPS

Garmin Colorado 300 GPS

Navigieren mit dem Rock ’n Roller

Was sofort auffällt, ist der Rock ’n Roller, ein schlaue Kombination aus Drehrad, Kippschalter und Drucktaste. Dank der Dreifachfunktion, kann man zügig durch die Auswahlmenüs scrollen, rasend schnell ein- und auszoomen, Texte eingeben, den Wecker auf die gewünschte Zeit stellen und die Beleuchtungsstärke einstellen. Ein wahrhaft multifunktionaler Bestandteil also. Zuerst war das Scrollen etwas ungewohnt. Das Rad reagiert schnell, dadurch hatte ich anfangs Probleme, das richtige Symbol auszuwählen. Später ging es etwas besser, aber trotzdem habe ich noch regelmäßig den Kippschalter verwendet.

Garmin Colorado GPS Navigation

Garmin Colorado GPS Navigation

Kippschalter und zentrale Drucktaste

Den Kippschalter kann man also auch zum Scrollen verwenden und darüber hinaus kann man damit die Zeiger auf dem Kartendisplay verstellen. Manchmal hatte ich etwas Probleme beim Gebrauch des Kippschalters. Der Kippschalter ist im Vergleich zum restlichen Rock ’n Roller schmal. Ich hab etwas größere Hände, aber auch Handschuhträger dürften Probleme damit haben. Die zentrale Drucktaste fungiert als Enter-Taste, also zum Bestätigen einer Auswahl. Sie muss nachhaltig betätigt werden, unbeabsichtigte Veränderungen dürften einem also nicht schnell unterlaufen.

 

Softkey-Funktionalität

N eben dem Drehschalter sind zwei silberne Tasten, die sogenannten Softkeys, zu sehen. Diese Softkeys haben unterschiedliche Funktionen, je nachdem welche Anwendung aktiv ist. Welche Funktion sie gerade haben, wird jeweils in den oberen Ecken des Displays angezeigt. Der rechte Softkey dürfte am häufigsten verwendet werden. Diese Taste verleiht Zugang zu den Shortcuts, die man auch als „Schellauswahl” bezeichnen könnte.

Garmin Colorado 300 Test

 

Garmin Colorado 300 im Schatten

Garmin Colorado 300 im Schatten

Garmin Colorado 300 Display

Über die Shortcut-Taste gelangt man zu den selbst ausgewählten Anwendungen. Mit Hilfe des Rock ’n Rollers „rollt” man schnell zur gewünschten Anwendung und aktiviert sie mit der Enter-Taste. Das alles kann auf dem erneuerten Display verfolgt werden. Laut Spezifikationen verfügt der Colorado über ein Display, das mit einer Diagonalen von 3,8 Zoll genauso groß ist wie das beim GPSmap 60, aber da enden die Übereinstimmungen auch schon. Da die Typenbezeichnung nicht direkt auf dem Display steht, ist oben mehr Bild verfügbar, fast 1 cm mehr. Auch in der Breite wurden die Pixel besser genutzt, so dass insgesamt, bei identischen Zoomeinstellungen, mehr zu sehen ist. Außerdem wurde die Auflösung mehr als verdoppelt, von 160 x 240 = 38.400 Pixeln auf 240 x 400 = 96.000 Pixel. Dadurch sollten mehr Details zu sehen sein. „Sollten”, muss ich sagen, denn es haut nicht so ganz hin.

Garmin Colorado 300 im Sonnenlicht

Garmin Colorado 300 im Sonnenlicht

Helligkeit des Displays

Auf den Fotos sieht man, ganz entgegen den Erwartungen, dass das um 3 Jahre ältere GPS-Modell, zumindest im Schatten, besser abzulesen ist. Erst im direkten Sonnenlicht zeigt das Display des Colorado seine Stärken und schöne Details kommen zum Vorschein. Ein Teil des Problems ist die Reflektion. Fotografisch könnte das mit einem Polarisationsfilter gelöst werden, aber das entspricht nicht der Art, wie man das Gerät in der Praxis verwendet. Das Problem rührt auch daher, dass man sich für eine dunkle Hintergrundfarbe entschieden hat, die leider nicht geändert werden kann. Darüber hinaus kann der Kontrast nicht geregelt werden, daher kann man manchmal nur durch das Einschalten der Hintergrundbeleuchtung eine leichte Verbesserung erreichen. Abends, bei eingeschaltetem Licht, bekommt man ein ausgezeichnetes Bild geboten, selbst wenn es nicht mit voller Kraft leuchtet. Die Hintergrundbeleuchtung verbraucht natürlich wiederum mehr Energie, dadurch wird die Nutzungsdauer der Batterien bzw. Akkus stark verringert. Auf der Verpackung wurde ein Sticker mit dem Hinweis angebracht, Akkus mit einer Kapazität von mehr als 2500 mAhr zu verwenden. Das ist eine Notwendigkeit und kein übertriebener Luxus. In der Dokumentation steht daher zu Recht, dass man mit Standardbatterien maximal 16 Stunden arbeiten kann.

 

Garmin Colorado GPS-Empfänger

Garmin Colorado GPS-Empfänger

Batterie- und Speicherfach

Batterie- und Speicherfach

 
 
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