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SanDisk Sansa Clip Test | MP3-Player Funktionen

Veröffentlicht am: Monday, November 3rd 2008                   Geschrieben von: Martijn Kooijman - Fotografie von: Mark Peters

SanDisk MP3-Player Menü

A uch wenn das Display nur zweifarbig ist, schneidet das Menü nicht schlechter ab, als bei der restlichen Sansa-Produktserie. Mittels unmissver-ständlichen, animierten Ikonen und Texten werden die Optionen Musik, Radio, Sprache und Einstellungen einzeln auf dem Display angezeigt. Mit Hilfe des Navigationsrings kann man durch das Menü navigieren, das funktioniert sehr intuitiv. Besonders diejenigen, die schon Erfahrung mit einem Sansa MP3-Player haben, dürften wenig bis gar keine Zeit mit dem Erlernen der Bedienung verlieren. Wenn man sich weiter als bis zum Hauptmenü durchklickt, wird eine Liste mit mehreren Optionen eingeblendet. Im Menü „Musik” erhält man die Auswahl, die Titel nach Genre, Künstler, Album usw. zu sortieren. Die übrigen Menüoptionen sind quasi genauso eingeteilt worden und die Funktionen der Tasten bleiben in allen Untermenüs gleich.

SanDisk Sansa Clip Test

 

SanDisk Sansa Clip Musik-Player

SanDisk Sansa Clip Musik-Player

Musikqualität und Equalizer

SanDisk hat angekündigt, dass sie einen kleinen MP3-Player mit ausgezeichneter Musikqualität auf den Markt bringen werden, und das ist auch genau der Punkt, der beim Sansa Clip sehr gelungen ist. Die Musikqualität hat mich tatsächlich überrascht. Diese erfreuliche Überraschung hat sich jedes Mal, wenn ich den kleinen Sansa Clip eingeschaltet habe, wiederholt. Die Ohrhörer, die bei diesem Musik-Player dazugeliefert werden, wirken auf den ersten Blick billig und eher klobig, aber das sieht nur so aus, denn wenn man sie im Ohr hat, werden diese Bedenken sofort zerstreut. Sie passen genau und wenn man den Sansa Clip einschaltet, begibt man sich in die Welt des Clip und wird von Klängen auf höchstem Niveau verwöhnt. Erst jetzt weiß man die Ohrhörer richtig zu schätzen. Der Ton ist nicht nur klar, sondern auch voll, mit einem guten Bass, bei dem man schlicht vergisst, dass man keinen Ohrstöpsel trägt. Letzteres ist gerade deshalb positiv, da Ohrstöpsel ziemlich störend sein können, weil sie so tief in das Ohr eindringen, aber bei den Ohrhörern des SanDisk Sansa Clip hat, wie gesagt, man damit kein Problem. Auch mit anderen Ohrhörern ist der Klang genauso gut. Allerdings gibt es eigentlich keinen Grund, sich andere Ohrhörer zuzulegen. Obschon der SanDisk Sansa Clip sehr klein im Format ist, verfügt dieser Musik-Player trotzdem über alles, was man von einem MP3-Player erwartet: dazu zählt auch ein Equalizer. Dank dieses Equalizers verfügt man über eine Reihe vorprogrammierter Einstellungen, wie Pop, Rock, Jazz, Klassik, gleichzeitig aber auch über eine Option, um die Einstellungen des Equalizers selbst festlegen zu können. Das funktioniert mittels fünf Schiebeleisten, die man einzeln anpassen kann. Ansonsten gibt es keine Informationen auf dem Display. Der SanDisk Sansa Clip unterstützt die folgenden Formate: MP3, WMA, gesichertes WMA und Audible Audio-Dateien.

SanDisk Sansa MP3-Player

SanDisk Sansa MP3-Player

Radio- und Sprachaufnahmefunktionen

Die Radiofunktion des SanDisk Sansa Clip wird auf dem Display in einer Suchleiste, die sich von 87,5 bis 108 FM erstreckt, angezeigt. Ganz oben stehen die aktuelle Frequenz und eine Play/Stop-Ikone. Über die Optionstaste des SanDisk Clip gelangt man zu einer Reihe Radiooptionen, darunter eine, die automatisch alle Sender in der Gegend sucht und speichert. Anschließend kann man diese Dateien bequem wiederfinden, anhören und sogar auf den Computer übertragen. Zudem kann man Tonaufnahmen aus dem Radio machen und sie sich später anhören. Der Klang verschlechtert sich im Radiomodus allerdings rapide. Die klaren Töne und die volle Musik, die man bei MP3s hört, werden durch einen dumpfen, leeren und etwas grellen Ton ersetzt. Es ist sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man von MP3 auf Radio umschaltet, aber im Allgemeinen ist der Klang noch akzeptabel. Bei MP3s wird man verwöhnt, im Radiomodus hat man nur einen mäßigen Klang. Der Sansa Clip verfügt auch über eine Sprachaufnahmefunktion. Damit kann man Sprache oder Lieder aufnehmen und sie sich hinterher anhören. Die Sprachaufnahme knarrt allerdings etwas und die Lautstärke ist gering. Aber immerhin ist es einfach, mit Hilfe dieser Funktion ein Sprachmemo aufzunehmen. Ich hatte ohnedies nicht viel von diesen Zusatzfunktionen erwartet. Da das Gerät sehr klein und sein Klang hervorragend ist, stellt es meiner Ansicht nach überhaupt kein Problem dar, dass diese Funktionen etwas weniger gut abschneiden.

 

SanDisk Anleitungen

SanDisk Anleitungen

Musik-Player Einstellungen

Obwohl sich der kleine Musik-Player prima anhört und bedienen lässt, ohne dafür irgendwelche Einstellungen ändern zu müssen, sind die Möglichkeiten dazu trotzdem vorhanden. Display, Sprache, FM-Einstellungen, Lautstärke, Systeminfo, Werkseinstellungen, Formatieren, USB-Modus und eine zusätzliche Press-and-Hold-Funktion stehen zur Verfügung und sie wurden allesamt gut umgesetzt. Es sind genügend Sprachen vorhanden, das Display kann wunschgemäß angepasst werden (die Helligkeit des Displays und die Dauer, bis das Gerät auf Standby schaltet), den USB-Modus kann man auf Synchronisieren, Drag & Drop oder automatische Erkennung einstellen, wenn man den MP3-Player an einen Computer anschließt und der Rest erklärt sich, abgesehen von der Press-and-Hold-Funktion, selbst. Bei dieser Funktion kann man wählen, ob man einen Titel der Wiedergabeliste hinzufügen möchte oder dem Titel in eine Kategorie einordnen möchte, indem man die mittlere Taste lange gedrückt hält. Kurzum: genügend Optionen, um den Sansa Clip den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen.

USB-Kabel

USB-Kabel

Akku und Speicher

Der Aufladevorgang und die Übertragung von Musikdateien werden über das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel bewerkstelligt, dafür braucht man freilich einen Computer und einen USB 2.0 High-Power Port. Der Übertragungs- und Aufladeprozess verlaufen sehr schnell und dauern in der Regel nicht länger als 60 Minuten. Ein vollständig aufgeladener Akku hält ungefähr 15 Stunden vor, aber das hängt natürlich von der Bitrate der Musik und dem Gebrauchsverhalten ab. Der interne 4 GB Flash-Speicher des Sansa Clip reicht für ungefähr 1000 MP3-Dateien mit einer Länge von jeweils 4 Minuten oder für 2000 Titel im WMA-Format aus. Das sind eine Menge Lieder, besonders für unterwegs. Da kein Platz für Videodateien oder große Firmware-Software erforderlich ist, hat man beinahe 4 GB für Musik zur Verfügung.

SanDisk Software

SanDisk Software

SanDisk Sansa Zubehör

Für den SanDisk Sansa Clip braucht man im Grunde keine Software. Der SanDisk Clip verfügt über einen Drag-&-Drop-Modus, dadurch kann man Musikdateien direkt vom Computer auf den MP3-Player übertragen. Sollte man es jedoch praktischer finden, Musiktitel mit Hilfe des Synchronisierungs-programms zu übertragen, so ist auch das möglich, denn auch über diese Übertragungsart verfügt der Sansa Clip. Es wird keinerlei Software mitgeliefert. Was man hingegen schon in der Verpackung antrifft, sind ein USB 2.0 Kabel, Ohrhörer, eine „Schnellstart”-Anleitung und eine CD-ROM mit der PDF-Version des „Schnellstart”-Büchleins. Letzteres kam mir doppelt gemoppelt vor, aber es dürfte sicher Leute geben, die die Anleitung lieber in der übersichtlichen PDF-Version lesen als in einem kleinen, unpraktischen Büchlein. Der SanDisk Sansa Clip funktioniert im Grunde optimal, daher braucht man tatsächlich, abgesehen von dem standardmäßig im Lieferumfang enthaltenen, kein weiteres Zubehör.

 
 
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